Schnupperbesuche von lettischen Abiturienten an deutschen Universitäten

Die „Brücke zum Baltikum“ hat – wie in ihren „Aufgaben“ beschrieben – Abiturienten des Agenskalns-Gymnasiums in Riga zu Schnupperbesuchen bei deutschen Universitäten eingeladen.

Dimitrij Pzics in Kiel
Dimitrij Pzics in Kiel

Vom 3. bis 9. April 2005 besuchte Herr Dimitrij Pzics die Uni Kiel, um sich mit den Möglichkeiten für ein Studium „Internationales Recht“ zu informieren. Tatsächlich reichen aufgrund der guten Ausbildung des Gymnasiums seine Deutschkenntnisse für das Studium aus.

Er schickte uns folgenden Erlebnisbericht zu:

„Am 3.04.2005 sind meine Mutter und ich nach Hamburg geflogen. Trotz der einstündigen Verspätung, die unser Flieger hatte, wurden wir sehr herzlich vom Herrn Ansohn und von seiner Frau am Flughafen empfangen. Ich durfte auf einem Corpshaus in Kiel wohnen, da habe ich viele Corpsmitglieder kennen gelernt und auch bekannte Leute wieder getroffen, denn 2003 war ich mit einer Gruppe von zehn Leuten aus dem Gymnasium Agenskalns, wo ich selber lerne, zu Besuch gewesen. Während des diesjährigen Aufenthaltes haben wir viel über Kiel erfahren. Die Stadt hat uns sehr gefallen, denn sie ist sehr ruhig und existiert, trotz der Moderne, in Harmonie und Einklang mit der Natur.

Doch das Wichtigste ist, dass ich mich mit der Uni Kiel vertraut gemacht habe. Ich war mit Herrn Daniel in einem Seminar und habe sogar bei drei Vorlesungen mitgemacht. Es war sehr interessant, denn in Lettland verlaufen die Vorlesungen anders. Es wird nämlich nicht so viel Information gegeben und die Vorlesungen sind nicht so locker und es gibt auch nicht so viel Humor. Die Universität ist unheimlich groß im Vergleich zu unseren Unis, sie erscheint mir wie eine kleine Stadt- so große Universitäten habe ich noch nie gesehen. Die Lektoren, deren Vorlesungen ich besucht habe, scheinen mir sehr professionell zu sein.

Diese Reise hat 6 Tage gedauert, in denen ich sehr viel über Deutschland und vor allem über die Studenten und die Studienmöglichkeiten in Deutschland erfahren habe.

Ich möchte mich bei der Organisation „Brücke zum Baltikum“ und besonders bei den Herren Wolf-G. Ansohn und Gerhard Daniel, für diesen Aufenthalt bedanken, denn diese Zeit war einfach klasse. Auch die Atmosphäre war sehr freundlich und wir wurden sehr nett behandelt.

Vielen, vielen Dank!!!“

Von den Herren Mikus Kisis und Davis Krastins erhielten wir aus dem gleichen Gymnasium ebenfalls eine schriftliche Anfrage. Da beide das Bauingenieurwesen studieren möchten, und wir entsprechende Kontakte haben, sandte Wolf-G. Ansohn am 17.05.05 an sie folgende Antwort:

„Sehr geehrte Herren, ich schlage vor, dass Sie einige Tage nach Darmstadt kommen sollten, um die Gelegenheiten an der Uni, Land und Leute, die Sie später evtl. aufnehmen sollen, kennenzulernen. So können Sie sich in Ruhe über die – im Ranking der Universitäten als „gut “ benotete Universität – informieren.

Der Flug geht nach Frankfurt, von dort werden Sie abgeholt, der Aufenthalt ist kostenlos. Bitte teilen Sie mir umgehend mit, ob Sie dort ein verlängertes Schnupperwochenende durchführen möchten.“

Der Bericht über den Aufenthalt der beiden Gymnasiasten vom 9. bis 13. Juni 2005 ist recht kurz, aber dafür schickten Sie drei Fotos nach den Tagen in Darmstadt.

Die „Brücke zum Baltikum“ erhielt von dem örtlichen Betreuer im Anschluss an den Aufenthalt folgende Erklärung:

„Wir haben uns sehr über den Besuch von Mikus Kisis und Davis Krastins gefreut und sie die vier Tage bei uns nach besten Möglichkeiten betreut. Wir werden den Kontakt aufrecht erhalten und sind zuversichtlich, die beiden bei uns im Herbst zum Studienbeginn in unserem Corps begrüßen zu dürfen“.

Von den beiden angehenden Studenten erfuhren wir durch Mikus Kisis:

„Die Zeit in Darmstadt war sehr gut, wir haben uns gut erholt, wie auch alles notwendige erfahren. Jetzt denken wir noch ganz viel darüber, ob wird da wirklich studieren werden, aber wir beide sind sehr davon überzeugt, dass wir es schon machen werden. Ich möchte mich ganz herzlich für Ihre Hilfe bedanken, weil ohne die hätten wir keine Chance, das alles zu erleben und zu erfahren. Meine Schuldirektorin ist auch sehr froh, dass alles so gut geklappt hat.“

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