Neue Horizonte erschließen

Die „Brücke“ lud Absolventen baltischer Schulen, die das Deutsche Sprachdiplom der Stufe II erwerben möchten, dazu ein, am Unterricht in deutschen Gymnasien teilzunehmen. Bereits im Oktober 2013 wurden die ersten Gespräche geführt. Die interessierten Schülerinnen und Schüler stellten sich mit kurzen Lebensläufen, Fotos und Mailadressen vor. Acht Schülerinnen aus der 5. Mittelschule Liepaja/Liebau entschieden sich, vom 31. 05. – 6.6.14 in Hamburg in der Stadtteilschule Barmbek, sechs Schülerinnen und zwei Schüler aus Riga (vom Deutschen Gymnasium und 1. Staatsgymnasium) vom 15.6. -19.06.14 in der Tellkampf Europa Schule Hannover zu hospitieren. Der Förderkreis war – wie auch die hiesigen Lehrer – darauf bedacht, den Aufenthalt der baltischen Gastschüler so lebendig und intensiv wie möglich zu gestalten. Frau Elisabeth Kalina (Hamburg) und Frau Barbara Schnellbach (Hannover) wird an dieser Stelle nochmals herzlich für das tolle Engagement gedankt. Die jungen Gäste wurden von”Begleitschülern/innen” empfangen und während des Aufenthalts betreut. So konnten sie dem Unterricht gut folgen und sich bestens informieren. Dank Facebook ereignete sich bereits vorher ein reger Austausch. Nach dem Unterricht war Zeit für kulturelle Angebote und weitere Kommunikation. Als Beispiel sei ein “Baltischer Abend“ – bei Kerzenlicht, mit vielen Gästen – genannt. Die Libauer Mädchen stellten dabei ihre Stadt und ihre Schule vor. Eine Wanderung entlang der Elbe und durch den alten Elbtunnel erfreute ebenso, wie der Besuch des Hamburger Planetariums. Auf die Gäste in Hannover warteten ein Theaterabend mit einem humorvollen Krimi. Nicht zu vergessen das public viewing zur Fussball – Weltmeisterschaft und die Besichtigung der Stadt Hannover mit kundiger Begleitung von Herrn Georg Maltz – Vorstandsmitglied der Deutsch-Baltischen Gesellschaft in Niedersachsen e.V.- dem hier herzlich für seine informative Führung gedankt wird. Gern sprachen alle über ihre neuen Erfahrungen, die sie mit dem Unterricht gemacht hatten, und über ihre Berufspläne. Der Abschied fiel allen Beteiligten schwer. Vielleicht sehen wir einige von ihnen bei der nächsten Studienfahrt wieder. Auch die Lehrer, die den Ablauf in der Schule betreuten, waren zufrieden und wünschten sich, dass die Kontakte zu den lettischen Gymnasien erhalten bleiben und vertieft werden mögen. Die Deutschlehrer der lettischen Gymnasien meldeten sich bereits und sprachen davon, dass die Schüler begeistert von der Zeit in Deutschland berichteten. Es waren aufregende Tage in Hamburg und Hannover, vermischt mit so manchen neuen und anregenden Eindrücken für alle Beteiligten. Dass die Gäste ohne Begleitung der Eltern oder Lehrer nach Deutschland kamen, hat bei den Schülern neben anderem auch das selbständige Entscheiden und Handeln gefördert und die Angst vor Fremdem und Neuem genommen. In Hamburg konnten die Schüler Aufnahme bei Gasteltern finden. Der Förderkreis dankt herzlich Familie Hoffie, Frau Lyra, Familien von Schönberg und Zemitis.

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