Brücke aktuell 17/18

Von der Fachberaterin und Koordinatorin der Deutsch unterrichtenden Schulen in Lettland, Frau Richter-Judt, erhielt die „Brücke“ eine Einladung zur Teilnahme am 20. Jubiläum der Verleihung des Deutschen Sprachdiploms in Riga, am 11.05.2017 in der neuen Bibliothek. Trotz des reichhaltigen Programms erhielten wir die Möglichkeit, in einer Ansprache seitens der „Brücke“ zu gratulieren und zu danken für die Zusammenarbeit in den vergangenen 17 Jahren. Vor allem Frau Sile zu danken und hinzuweisen auf die Energie, den Einfallsreichtum bei der Entwicklung der Schule vom Agenskalns Gymnasium zum „Deutschen Gymnasium“ und für die vielen Anregungen und letztendlich für die Urkunde, mit der sie die „Brücke zum Baltikum“ besonders geehrt und ausgezeichnet hatte. Der neuen Direktorin des Gymnasiums, Frau Gundega Muceniece, sowie Herrn Brasla, dem Direktor des 1. Staatlichen Gymnasium, konnten wir auf diesem Wege ebenfalls unseren Dank für die Zusammenarbeit aussprechen. Dem Vorsitzenden ging es aber vor allem darum, die Abiturienten anzusprechen und zu motivieren, das nun erworbene Sprachwissen auch – 1 – praktisch, z.B. bei einem Studium in Deutschland und damit evtl. auch in ihrem Beruf anzuwenden.

Die derzeit alle zwei Jahre stattfindende Studienreise hat die „Brücke“ vom 23.-27. Oktober 2017 für elf Schülerinnen und Schüler des Deutschen Gymnasiums und des Staatsgymnasiums Riga durchgeführt. Im Mai (nach der Verleihung der Diplome) war Gelegenheit, die angehenden Abiturienten in den Schulen zu sprechen und ihre Studienfachpläne zu erfahren, um die Studienreise nach den Sommerferien der Unis vorzubereiten. Die Universitäten in Hamburg, Kiel, Lübeck ermöglichten passende Termine, sowie interessante Anregungen und Informationen trotz der sehr unterschiedlichen Studienwünsche. Auf acht Fachgebieten je Uni konnten wir den Schülern Gespräche mit Dozenten und älteren Studenten (z.B. in Kiel – ältere Semester im Fach Psychologie) anbieten. Übernachtet wurde in der DJH (Deutsche Jugendherberge in Lübeck), von dort aus fuhren wir zu den Beratungen: Zwei Tage auf den Universitäten Hamburg (inkl. Antritts- Vorlesungen und Besuch der Sternwarte), jeweils einen Tag in Lübeck und Kiel, begleiteten der Vorsitzende und Frau Gutta Nehring-Ansohn die Schüler. Wie bisher wurden die jungen Leute am letzten Abend zu einer Aufführung ins Theater Lübeck eingeladen. Die Lehrer blieben wie vereinbart in Riga. Die Schüler bedankten sich vor allem für die intensive Beratung, die sie erhalten konnten, sie seien „begeistert zurückgekehrt, haben besonders vom Studienort Hamburg geschwärmt“ und – so schrieb eine Deutschlehrerin weiter -„Die Reise fanden alle sehr nützlich…und eine einzigartige Möglichkeit, die keiner von ihnen ein zweitesmal angeboten bekommt.“

Der Europatag am 18.01.2018 war ein Höhepunkt der gemeinsamen Woche sieben europäischer Schulen in der EuropaTellkampf Schule in Hannover. Das Programm des Abends, zu dem die „Brücke“ eingeladen war, wurde mit sehr viel Enthusiasmus, vielen Gesängen,Tänzen und Gesangs-Vorträgen von den Schülern der verschiedenen Länder gestaltet. Die „Letten“ besangen „ihr Riga“ und zeigten dabei auf der Leinwand die „Highlights“ der schönen Stadt. Die „Europawoche“ bietet den Schülern Gelegenheiten, Hannover und die Umgebung kennenzulernen und Kontakte auf europäischer Ebene aufzubauen. Wie bisher steuerte die „Brücke“ auch in diesem Jahr für das Besichtigungs-Programm der Schüler einen angemessenen Beitrag bei. Die Direktorin des Deutschen Gymnasiums in Riga, Frau Gunda Muceniece und ihr junger Kollege, Herr Vetra, begleiteten die Schüler.Im Winter werden Schüler aus der neunten Klasse der TellkampfSchule einen Gegenbesuch in Riga machen.

Wer sich für das Thema „Medien“ (Video/Audeo/Multimedia) aus dem Raum Baltikum und Skandinavien interessierte, wurde vom 18.08.-28.08.17 zu einem Medienlager des Landes JugendRings Schleswig-Holstein nach Mözen bei Kiel eingeladen. Die „Brücke“ konnte drei Schülerinnen (vom Deutschen Gymnasium Riga) und den Schüler Reinins Kalnins (vom Humanistischen Gymnasium) unterbringen. Betreut von Herrn Krajc. Bei „gutem Klima“, wie man im Internet die Aktionen verfolgen konnte. Neben Interviews und Fotoaktionen wurden Studios in Kiel und Hamburg besucht. Kommentar des Betreuers am 23.08.:“das Camp läuft sehr gut, am Sonntag gibt es zwei Live-Sendungen im Radio….“ -2-

Projekt Studienreise mit lettischen Schülern zu den Universitäten Hamburg, Kiel, Lübeck- vom 23. bis zum 26. Oktober 2017

      

Der Förderkreis ermöglichte auch in diesem Jahr lettischen Schülern, die von ihnen angestrebten Studienfächer vor dem Abitur im Gespräch mit Fachdozenten und den Vertretern der allgemeinen Studieninformation an deutschen Universitäten zu überprüfen. Wir hatten die Gelegenheit bereits im Mai 2017, die interessierten Schüler/innen bei einem Besuch in Riga zu sprechen. Sie möchten das deutsche Sprachdiplom DSD II ablegen und überlegen, ein Studium in Deutschland aufzunehmen oder mit dem „Master“ an einer deutschen Hochschule abzuschließen. Die Wunschfächer wurden uns zugesandt, und Anfang/Mitte September konnten wir Dozenten in Hamburg, Kiel und Lübeck anschreiben. In diesem Jahr waren die MIN-Fächer (Chemie, Physik, Informatik) und die Fachbereiche der Volks-und Betriebswirtschaft am stärksten gefragt, außerdem standen die Germanistische Linguistik (und Lexikologie), sowie Kunstgeschichte, Psychologie und sogar die Schauspiel-Ausbildung auf dem Plan. Die Dozenten zeigten sich gern bereit, Gespräche mit den Schülern zu führen, oder wenn es anders nicht ging, halfen Studenten in höheren Semestern aus. Nicht selten schlossen sich Schüler, die eigentlich „Freizeit“ hatten, den Gruppen an, die Fachdozenten ihrer „zweiten Wahl“ besuchten. Elf angehende Abiturienten hatten sich angemeldet. Sie kamen Montag früh am Flughafen Hamburg an. Nach einem erfrischenden Kaffee auf einem Studentenhaus folgten sechs Gesprächstermine, einschließlich der allgemeinen fachübergreifenden Studienberatung. Den Dienstag starteten wir im Planetarium Hamburg mit einer imposanten Vorführung über „Aurora und die Polarlichter“. Danach hatten die angehenden Physiker die Möglichkeit, eine Einführungsvorlesung (Physik I) zu besuchen, eine andere Gruppe ging zur Psychologie oder zum Schauspiel. Den Tag beschloss eine Dampferfahrt entlang der Elbe. An der Uni Kiel erhielten die Schüler am Mittwoch in den MIN-Fächern und den Volks-und Betriebs-Wissenschaften viele für sie verwertbare Informationen. Am Donnerstag waren Uni und FH in Lübeck vorgesehen; dort gab es u.a. für die „Chemiker“ Gelegenheit, in eine Vorlesung hineinzuhören, das Labor zu besuchen, ein Gespräch mit einem Studenten im Masterstudium zu führen. Die Interessierten für das Studium der Wirtschaftswissenschaften erfuhren neben dem Ablauf des weitgefächerten Studienangebots praktische Hinweise zur Anmeldung und Finanzierung des Studiums. Am Abend luden wir zu einer „Rocky Horror Show“ ins Theater ein. Die Begleitung der Schüler teilten sich Gutta Nehring-Ansohn und Wolf-G. Ansohn; in Hamburg wurden wir von den Herren Hohenberg und Keinath dankenswerterweise unterstützt. Die freie Zeit nutzten die Schüler, um sich die Städte anzusehen. Soviel wir erfahren haben, sind alle gesund wieder in Ihrer Heimat angekommen und wir hoffen, dass sie von der Studienreise Anregungen und die notwendigen Erfahrungen mitnehmen konnten. Gespannt sind wir auf die berufliche Entwicklung der jungen Leute, mit denen es Freude bereitete, über ihre Zukunft zu sprechen und ihnen für den weiteren Weg Anregungen zu geben. Gutta Nehring-Ansohn und Wolf-G. Ansohn