Projekt Studienreise mit lettischen Schülern zu den Universitäten Hamburg, Kiel, Lübeck- vom 23. bis zum 26. Oktober 2017

      

Der Förderkreis ermöglichte auch in diesem Jahr lettischen Schülern, die von ihnen angestrebten Studienfächer vor dem Abitur im Gespräch mit Fachdozenten und den Vertretern der allgemeinen Studieninformation an deutschen Universitäten zu überprüfen. Wir hatten die Gelegenheit bereits im Mai 2017, die interessierten Schüler/innen bei einem Besuch in Riga zu sprechen. Sie möchten das deutsche Sprachdiplom DSD II ablegen und überlegen, ein Studium in Deutschland aufzunehmen oder mit dem „Master“ an einer deutschen Hochschule abzuschließen. Die Wunschfächer wurden uns zugesandt, und Anfang/Mitte September konnten wir Dozenten in Hamburg, Kiel und Lübeck anschreiben. In diesem Jahr waren die MIN-Fächer (Chemie, Physik, Informatik) und die Fachbereiche der Volks-und Betriebswirtschaft am stärksten gefragt, außerdem standen die Germanistische Linguistik (und Lexikologie), sowie Kunstgeschichte, Psychologie und sogar die Schauspiel-Ausbildung auf dem Plan. Die Dozenten zeigten sich gern bereit, Gespräche mit den Schülern zu führen, oder wenn es anders nicht ging, halfen Studenten in höheren Semestern aus. Nicht selten schlossen sich Schüler, die eigentlich „Freizeit“ hatten, den Gruppen an, die Fachdozenten ihrer „zweiten Wahl“ besuchten. Elf angehende Abiturienten hatten sich angemeldet. Sie kamen Montag früh am Flughafen Hamburg an. Nach einem erfrischenden Kaffee auf einem Studentenhaus folgten sechs Gesprächstermine, einschließlich der allgemeinen fachübergreifenden Studienberatung. Den Dienstag starteten wir im Planetarium Hamburg mit einer imposanten Vorführung über „Aurora und die Polarlichter“. Danach hatten die angehenden Physiker die Möglichkeit, eine Einführungsvorlesung (Physik I) zu besuchen, eine andere Gruppe ging zur Psychologie oder zum Schauspiel. Den Tag beschloss eine Dampferfahrt entlang der Elbe. An der Uni Kiel erhielten die Schüler am Mittwoch in den MIN-Fächern und den Volks-und Betriebs-Wissenschaften viele für sie verwertbare Informationen. Am Donnerstag waren Uni und FH in Lübeck vorgesehen; dort gab es u.a. für die „Chemiker“ Gelegenheit, in eine Vorlesung hineinzuhören, das Labor zu besuchen, ein Gespräch mit einem Studenten im Masterstudium zu führen. Die Interessierten für das Studium der Wirtschaftswissenschaften erfuhren neben dem Ablauf des weitgefächerten Studienangebots praktische Hinweise zur Anmeldung und Finanzierung des Studiums. Am Abend luden wir zu einer „Rocky Horror Show“ ins Theater ein. Die Begleitung der Schüler teilten sich Gutta Nehring-Ansohn und Wolf-G. Ansohn; in Hamburg wurden wir von den Herren Hohenberg und Keinath dankenswerterweise unterstützt. Die freie Zeit nutzten die Schüler, um sich die Städte anzusehen. Soviel wir erfahren haben, sind alle gesund wieder in Ihrer Heimat angekommen und wir hoffen, dass sie von der Studienreise Anregungen und die notwendigen Erfahrungen mitnehmen konnten. Gespannt sind wir auf die berufliche Entwicklung der jungen Leute, mit denen es Freude bereitete, über ihre Zukunft zu sprechen und ihnen für den weiteren Weg Anregungen zu geben. Gutta Nehring-Ansohn und Wolf-G. Ansohn





			

Aktuelle Aktivitäten der „Brücke“

Auszug aus dem aktuellen Protokoll der Jahresversammlung 2017:

Unsere lettischen  Schüler werden im August am „Jugendcamp des Landesjugendringes Schleswig-Holstein“ teilnehmen, um den „Blick über den Tellerrand“ zu erweitern. Es ist gelungen, zwei Schüler aus dem Staatl. Deutschen Gymnasium Riga und einen aus Rigas Centra Humanitas Viduskola für ein internationales Medienprojekt anzumelden. Im August werden sie mit Schülern aus Skandinavien im Camp Mözen bei Kiel wohnen und an verschiedenen TV-Stationen Medienprojekte entwickeln und sogar senden.

Einem Teilnehmer an der Studienreise 2015 konnten wir (er studiert an der TU München) bei der Wohnungsbeschaffung behilflich sein.

Das Projekt Hospitation für DSD I – Schüler läuft weiter: Eine begabte Schülerin des Staatl. Deutschen Gymnasiums Riga wird 1 Monat in der Tellkampf Europaschule am Unterricht teilnehmen und bei Gasteltern untergebracht.

Für die diesjährige Europawoche in Hannover (i.d. Tellkampf Europaschule), an der sich einschl. der lettischen Schüler Klassen aus sieben europäischen Ländern beteiligten, haben wir wieder zur Unterstützung des vielseitigen Programms gespendet. Eine persönliche Teilnahme am Europaabend aus diesem Anlass war in diesem Jahr nicht möglich. Im November wird ein Gegenbesuch von Tellkampfschülern in Lettland stattfinden.