Projekt „Informative Studienreise 2015“ zu den Universitäten Hamburg, Kiel, Lübeck-vom 26. Oktober bis 30. Oktober 2015.

Die männlichen Teilnehmer der Studienreise auf  Erkundungstour in Lübeck
Die beiden Betreuerinnen Frau Jacovica (l.), vom Staatlichen Detuschen Gymnasium Riga  und Fraus Kruma vom Ersten Staatsgymnasium Riga
Die weiblichen Teilnehmerinnen in Erwartung der kommenden Ereignisse

 Wir waren erstaunt, dass sich so viele Schüler der beiden Gymnasien in Riga (Deutsches Gymnasium und 1. Staatsgymnasium) für die diesjährige Studienreise  anmeldeten, sodass wir Schüler der 11.Klasse abweisen mussten,  und uns überwiegend auf die Abiturienten-klassen konzentriert haben. Geht es doch darum, jedem Schüler die Möglichkeit zu geben, sich umfassend im Gespräch mit einem Fachdozenten zu informieren und zu prüfen, ob das gewünschte Studienfach tatsächlich zu ihm oder ihr passt.  Einer aktuellen Studie nach fehlt es bei den meisten Studienanfängern nämlich an ausreichender Vorbereitung auf ein Studium. Und die Quoten der Studien -Abbrecher sind leider hoch, insbesondere bei den MIN-Fächern (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften) und den Ingenieur- Wissenschaften nicht selten zweistellig. Die Anzahl der Studienfachangebote hat in den letzten Jahren zugenommen. Gleichzeitig sind die Studienfächer intensiviert und vertieft worden. Sie wurden auch durch Module ergänzt, die den Studenten freie Wahl bei der Gestaltung lassen. Dreizehn Schüler (6 männliche, 7 weibliche Teilnehmer) hatten sich für zehn Fachgebiete angemeldet. Aufmerksam beteiligten sich  alle Schüler an der Vorbereitung auf die Besuchstage, die wir in der Jugendherberge in Lübeck nach dem Einquartieren durchführten. Es stellte sich heraus, dass für fast jedes Fachgespräch mehr Schüler Interesse zeigten als angemeldet. Wir begrüßten das: Einige Schüler wollten die Studienreise also nutzen, ihr Wahlfach zu überprüfen und sich umfassend zu informieren. Entsprechend intensiv waren die Fragen an die Dozenten, die zum Teil  über Beamer und Leinwand, mit Modellen ihre Beiträge verdeutlichten, die Labore öffneten, wissenschaftliche Sammlungen zeigten und uns in Vorlesungen führten. Natürlich – das war der weitere Zweck der Reise – sprachen alle nur Deutsch, um die Vorbereitung der Schüler auf das Deutsche Sprachdiplom (DSDII) zu unterstützen. Je einen Tag besuchten wir die Universitäten Hamburg, danach Kiel und schlossen in Lübeck an der Uni (Psychologie und Medizin) und der Fachhochschule Lübeck (Maschinenbau, Wirtschaftsinformatik, Wirtschaftsingenieurwesen, Informationstechnologie und Design, Betriebswirtschaftslehre,  Städtebau ) und mit einer allgemeinen Studienberatung die Studienformationen ab. Ein Theaterbesuch  zur „West Side Story“ (in deutscher Sprache) und eine Stadtführung, zu der Herr Herold, Geschäftsführer der DAG (Deutsche Auslandsgesellschaft), einlud, rundeten die Reise ab. Mit dem DAG verbindet die „Brücke“ seit 2012 eine Partnerschaft. Die Lehrerinnen, Frauen Zane Jakovica und Karina Kruma, begleiteten die Schüler. Im Frühjahr werden wir voraussichtlich bei der Verleihung der Deutschdiplome anwesend sein und erfahren, welche Wege „unsere“ Schüler gehen möchten. Nach einer Studienreise beginnen etwa 30Prozent von ihnen ein Studium in Deutschland  – oder setzen nach einem Start in Lettland  ihre Ausbildung hier fort.
Gez.: Wolf-G. Ansohn
Schirmherr: Prof. Dr. Edzard Schmidt – Jortzig, Bundesminister a. D.

Neue Horizonte erschließen

Die jungen Damen aus Liepaja und die Begleiter von der „Brücke“ am Elbufer.

Die „Brücke“ lud Absolventen baltischer Schulen, die das Deutsche Sprachdiplom der Stufe II erwerben möchten, dazu ein, am Unterricht in deutschen Gymnasien teilzunehmen. Bereits im Oktober 2013 wurden die ersten Gespräche geführt. Die interessierten Schülerinnen und Schüler stellten sich mit kurzen Lebensläufen, Fotos und Mailadressen vor. Acht Schülerinnen aus der 5. Mittelschule Liepaja/Liebau entschieden sich, vom 31. 05. – 6.6.14 in Hamburg in der Stadtteilschule Barmbek, sechs Schülerinnen und zwei Schüler aus Riga (vom Deutschen Gymnasium und 1. Staatsgymnasium) vom 15.6. -19.06.14 in der Tellkampf Europa Schule Hannover zu hospitieren. Der Förderkreis war – wie auch die hiesigen Lehrer – darauf bedacht, den Aufenthalt der baltischen Gastschüler so lebendig und intensiv wie möglich zu gestalten. Frau Elisabeth Kalina (Hamburg) und Frau Barbara Schnellbach (Hannover) wird an dieser Stelle nochmals herzlich für das tolle Engagement gedankt. Die jungen Gäste wurden von“Begleitschülern/innen“ empfangen und während des Aufenthalts betreut. So konnten sie dem Unterricht gut folgen und sich bestens informieren. Dank Facebook ereignete sich bereits vorher ein reger Austausch. Nach dem Unterricht war Zeit für kulturelle Angebote und weitere Kommunikation. Als Beispiel sei ein “Baltischer Abend“ – bei Kerzenlicht, mit vielen Gästen – genannt. Die Libauer Mädchen stellten dabei ihre Stadt und ihre Schule vor. Eine Wanderung entlang der Elbe und durch den alten Elbtunnel erfreute ebenso, wie der Besuch des Hamburger Planetariums. Auf die Gäste in Hannover warteten ein Theaterabend mit einem humorvollen Krimi. Nicht zu vergessen das public viewing zur Fussball – Weltmeisterschaft und die Besichtigung der Stadt Hannover mit kundiger Begleitung von Herrn Georg Maltz – Vorstandsmitglied der Deutsch-Baltischen Gesellschaft in Niedersachsen e.V.- dem hier herzlich für seine informative Führung gedankt wird. Gern sprachen alle über ihre neuen Erfahrungen, die sie mit dem Unterricht gemacht hatten, und über ihre Berufspläne. Der Abschied fiel allen Beteiligten schwer. Vielleicht sehen wir einige von ihnen bei der nächsten Studienfahrt wieder. Auch die Lehrer, die den Ablauf in der Schule betreuten, waren zufrieden und wünschten sich, dass die Kontakte zu den lettischen Gymnasien erhalten bleiben und vertieft werden mögen. Die Deutschlehrer der lettischen Gymnasien meldeten sich bereits und sprachen davon, dass die Schüler begeistert von der Zeit in Deutschland berichteten. Es waren aufregende Tage in Hamburg und Hannover, vermischt mit so manchen neuen und anregenden Eindrücken für alle Beteiligten. Dass die Gäste ohne Begleitung der Eltern oder Lehrer nach Deutschland kamen, hat bei den Schülern neben anderem auch das selbständige Entscheiden und Handeln gefördert und die Angst vor Fremdem und Neuem genommen. In Hamburg konnten die Schüler Aufnahme bei Gasteltern finden. Der Förderkreis dankt herzlich Familie Hoffie, Frau Lyra, Familien von Schönberg und Zemitis.

Förderkreis Brücke zum Baltikum ausgezeichnet

Überraschend wurde der  Förderkreis Brücke zum Baltikum
mit der bronzenen Schwalbe für seine hervorragenden Verdienste bei der Erziehung der Jugend ausgezeichnet.
Skulptur und Urkunde wurden anlässlich des Baltischen Abends in Lübeck, am 23. Oktober 2012, dem Vorsitzenden der „Brücke“ überreicht.
Vierzehn Schülerinnen und Schüler aus Lettland – begleitet von Herrn Maris Brasla, dem Direktor des 1.Staatsgymnasiums Riga, und vom stellvertretenden Direktor des Staatlichen deutschen Gymnasiums, Herrn Gunars Tomass – hatten sich für die diesjährige Studienreise angemeldet.
Herr Tomass betonte bei seiner Ansprache bei der Übergabe der Auszeichnung, die Schwalbe stehe als Symbol für den Frieden und die Verständigung, und er bedankte sich zusammen mit Herrn Direktor Brasla, und im Namen von Frau Direktorin Sandra Sile, für die gute Zusammenarbeit. Gleichzeitig gab er der Hoffnung Ausdruck, dass die gemeinsamen Begegnungen und Projekte für die Jugend weiterhin wachsen und vertieft werden mögen.
Lübeck wurde dieses Mal als Mittelpunkt und Unterkunftsort der Reise ausgewählt. Nach einem Studien-Informationstag in Hamburg (Ankunft im Airport Hamburg) besuchte die Gruppe außer der Fachhochschule und der Universität in Lübeck, die  Studienorte Kiel und Greifswald. Zehn Fachgebiete standen auf der Wunschliste, darunter „neue“ Gebiete wie: Medizintechnik, Molekular Life Science, Bioinformatik und Nano – Science und  – Technologie.
Um Erfahrungen für die geplanten Studienfächer zu sammeln, waren Termine bei Fach – Dozenten vereinbart, ebenso bei der jeweiligen Allgemeinen Informationsstelle für Auslandsstudenten. So wurde den jungen Leuten nicht nur gesagt, wie sie sich zu bewerben haben, wo und wie Stipendien zu beantragen sind, usw., sie konnten auch mit den Professoren über den Ablauf des jeweiligen Studiums sprechen und ihre Fähigkeiten und Berufswünsche auf die Probe stellen. Frau Nehring – Ansohn und und der Vorsitzende begleiteten die Schüler bei den Terminen. Vom 22. bis zum 27.10. 2012 waren

Baltische Schüler beim Baltischen Abend in der Deutschen Auslandsges. in Lübeck im Gespräch

die Gäste aus Lettland bei uns; es waren sehr erfüllte, spannende Tage, die wir mit einem Theaterbesuch („Viel Lärm um nichts“) beschlossen. Im Mai 2013 werden die meisten von ihnen das Deutsche Sprachdiplom
(DSD II) erhalten und das Abitur machen.
Die Deutsche Auslandsgesellschaft (DAG) mit Sitz in Lübeck – sie wird gefördert vom Auswärtigen Amt der BRD – war diesmal Partner und unterstützte das Programm auch finanziell. Die DAG betreut Deutschlehrer in Skandinavien und im Baltikum und organisiert Besuche in Deutschland. Einige Treffen fanden in den Räumen der DAG statt. Der Geschäftsführer, Herr Herold, lud die Schüler zu lehrreichen Seminaren ein und arrangierte eine Stadtführung. Die Sprachübungen wurden gern angenommen – als eine gute Ergänzung für die nahenden Prüfungen Es ergab sich ein fruchtbares Miteinander, das den Ablauf bereicherte und den jungen Leuten gefiel.

Verliehene Urkunde des Ersten Staatlichen Gymnasiums und des staatlichen Deutschen Gymnasiums Riga

Der Text auf der Urkunde der anlässlich des Baltischen Abends in Lübeck,
am 23. Oktober 2012, in den Räumen der DAG übergebenen Auszeichnung lautet:
Bestätigung: Der Förderkreis „Brücke zum Baltikum“  wird mit dem Preis
des Rigaer Staatlichen deutschen Gymnasiums
Die bronzene Schwalbe für
hervorragende Verdienste bei der Erziehung der Jugend
am 1. Staatlichen Gymnasium Riga,
am  Rigaer Staatlichen deutschen Gymnasium
von 2001 bis 2012 ausgezeichnet
Riga, den 22. Oktober 2012 Direktorin: Sandra Sile
Am Fuß der Skulptur ist auf je einer schmalen Messingplatte
eingraviert:
RV 1. G / Förderkreis „Brücke zum Baltikum“/ RV VG

Abschied vor der DJH Lübeck

Zehn Jahre „Brücke zum Baltikum“

Bereits im Gründungsjahr 2001 fand der erste Schüler – Besuch in Kiel und Hamburg statt; seitdem waren lettische Schülerinnen und Schüler vier Mal Gäste an verschiedenen deutschen Universitäten – zuletzt im Oktober 2009. Die Gruppen bestanden in der Regel aus jeweils 14 Schülern und Schülerinnen und zwei Lehrern.

Im Jahre 2008 haben 13 Schüler/-innen der oberen Klassen aus drei Städten (Riga/Valmiera/Liepaja) eine Woche am Unterricht an der Emil-Krause-Schule in Hamburg und an der Tellkampf Europa Schule in Hannover teilgenommen. Das hat zu einer partnerschaftlichen Verbindung zwischen den Gymnasien in Riga und Hannover geführt.

Aus Anlass des Jubiläums der „Brücke“ haben im Juni 2011 je sechs Schüler verschiedener lettischer Gymnasien an Schulen in Hannover (Tellkampf Europa Schule) und Halle (Georg-Cantor-Gymnasium) hospitiert. Wie die Lehrer gerne betonen – und die Schüler bestätigen-, sind die persönlichen Erfahrungen der realen Gegebenheiten und der Landeskunde eine sehr hilfreiche Motivation für das Erlernen der deutschen Sprache und ermuntern möglicherweise zu einem Studium in Deutschland.

Umfangreiche Lehrmittelspenden in Abstimmung mit den aktuellen Lehrprogrammen der Schulen runden das Programm des Förderkreises ab.

Eine Reihe externer Befürworter unterstützen den Förderkreis – bis hin zum Staatsministerium des Auswärtigen Amtes. Die guten Kontakte zu Lehrern und Schülern, ihre zahlreichen Dankesschreiben, die Zunahme der Absolventen für das Deutsche Sprachdiplom (DSD II), die Zahl der lettischen Studierenden in Deutschland aus den teilnehmenden Schulen bestätigen den Erfolg der „Brückenarbeit“.

Die restriktiven Sparmaßnahmen der lettischen Regierung werden positiv beurteilt, doch auf wessen Rücken werden sie ausgetragen? Die Gehälter der Lehrer wurden um 20 Prozent gekürzt, die Zuschüsse für Lehrmittel eingeschränkt, u.v.a.m.

Die Förderung der jungen Generation , vor allem die Unterstützung der Arbeit der Lehrerinnen und Lehrer für die Deutsche Sprache im Baltikum sind gerade jetzt erforderlich und eine Herausforderung für die „Brücke zum Baltikum“. Danken möchten wir an dieser Stelle allen Mitgliedern und Spendern, die durch ihren Beitrag eine konstruktive Arbeit des Vereins ermöglichen.

Besuch aus Lettland

Das war nach einer spannenden Erkundungsreise nach Riga und Valmiera
Anfang Mai 2011 bald klar: Dreizehn Schüler aus den zehnten und elften Jahrgängen aus dem Staatlichen Deutschen Gymnasium, dem 1.Staatlichen Gymnasium in Riga sowie aus dem Staatsgymnasium Valmiera freuten sich darauf,
eine Woche unter deutschen Schülern zu verbringen und am Unterricht an deutschen Gymnasien  teilzunehmen.
Auf Einladung der Lehrer durften die Vertreter der „Brücke“ die Schulbank drücken und über den intensiven Unterricht staunen, der den Schülern in Vorbereitung auf die schwere Deutsch-Prüfung im nächsten Jahr viel Aufmerksamkeit und mündliche Teilnahme abverlangte. In Riga war die „Brücke“ Gast bei der Verleihung der Sprachdiplome (DSDII) an die diesjährigen Abiturienten mit dem Hauptfach Deutsch.
Da traf die Einladung der „Brücke“ ins Schwarze, denn eigene Erfahrungen mit den Lebensbedingungen und Gegebenheiten im Ausland sind die besten Sprachlehrer, auch wenn es einige Unterschiede im Schulsystem zwischen Deutschland und Lettland gibt.  Das Gymnasium „Georg  Kantor“ in Halle und die Tellkampf Europa Schule Hannover nahmen vom 6.-10. Juni 2011 insgesamt 13 Schüler für eine Woche auf. Dank der guten Vorbereitung und der Mithilfe deutscher „Begleitschüler“ konnten die lettischen Gäste viele Erfahrungen in sprachlicher und kultureller Hinsicht machen; wir hatten den Eindruck (den auch die Lehrer – und die nun heimgekehrten Schüler- bestätigten), dass auch dieses Projekt in beiden der genannten Schulen entsprechend der Zielsetzung der „Brücke“ verlaufen ist.
In Halle empfing der Leiter des Dezernats Jugend, Schule und kulturelle Bildung,
Herr Tobias Kogge, die Schüler und Organisatoren. Nachzulesen unter
http://www.halleforum.de/go/3297. Ein Besuch der Martin-Luther-Universität
Halle-Wittenberg stand ebenfalls auf dem Programm.

Besuch lettischer Schüler 2009

Vor der Uni Bremen
Vor der Uni Bremen

Mit dem Ziel, die deutsche Sprache zu vertiefen und für die berufliche Planung die Studienmöglichkeiten an deutschen Untiversitäten zu erfahren,  flogen am 18. Oktober 2009, am Sonntag um 11:45Uhr, 14 lettische Schülerinnen und Schüler aus Riga in Bremen ein, begleitet von Frau Sandra Sile, Direktorin des Agenskalns-Gymnasiums und Frau Inga Zeltina vom 1. Staatsgymnasium.

An der Uni Bremen erhielten die Gäste ausführliche Informationen in der Studienberatung. Weitere Stationen waren die Universitäten in Göttingen , Hannover und Hamburg.

Für die Mitglieder des Förderkreises, Wolf-G.Ansohn und Gutta Nehring-Ansohn, war es ein freudiges Erlebnis, die aufgeschlossenen, aufmerksamen Schüler auf der Studienfahrt zu begleiten; die angebotenen Informationen an den vier unterschiedlich strukturierten Universitäten wurden – begleitet von kritischen, wachen Fragen – konzentriert und dankbar aufgenommen.

Spendenbericht 2009

Auch im Jahr 2009 spendete die „Brücke zum Baltikum“ wieder Lehr – und Lernmittel für den Deutschunterricht. 

Solche Aktionen werden genauestens mit den Deutschlehrern abgestimmt. Die Zusammenarbeit mit örtlichen Beratern eines deutschen Verlages klappt ausgezeichnet und lohnt sich auch: Das Rabattsystem im Baltikum ermöglicht es uns, mehrere Schulen im Jahr mit modernem Unterrichtsmaterial (wie Kassetten, Hörbücher, Arbeitsheften, CD-ROMs u.ä.) auszustatten. Für die Schüler ist gutes Arbeitsmaterial ein erster Schritt zum Abschluss des Deutsch-Diploms (Abi-Fach), ein Studium oder Praktikum in Deutschland.

Die Spenden werden jedes Jahr auf Nachhaltigkeit überprüft, damit der Sprachunterricht optimal durchgeführt werden kann und den Lehrern die neuesten Lernmittel an die Hand gegeben werden können.

Schülerbesuch 2008

13 lettische Schülern und Schülerinnen hospitierten auf Einladung der „Brücke zum Baltikum“ in Hamburg und Hannover

„Vielen Dank für die Bereitschaft unsere Schüler und Schülerinnen vom 16 bis 20.Juni 2008 an Ihrer Schule aufzunehmen. Für unsere Schüler/ – Innen, die die Absicht haben, das Deutsche Sprachdiplom der Kultusministerkonferenz (KMK) Stufe II zu erwerben, ist es sehr wichtig, während ihrer Schulzeit enge und direkte Kontakte zu Deutschland, dem Land, den Menschen und seiner Kultur haben zu können“, schrieb die Direktorin Frau Sandra Sile (Agenskalns-Gymnasium in Riga) an Herrn Studiendirektor Bernhard Bock. Zuvor hatte er als Verantwortlicher für den Bereich „Kulturaustausch Europa“ der Tellkampfschule Hannover sich bereit erklärt, fünf lettische Schülerinnen und einen Schüler für eine Woche am Unterricht teilnehmen zu lassen und auch außerhalb der Schule für ein unterhaltsames Programm zu sorgen.

Gleichzeitig stellte der Autor das Projekt „Hospitieren für den deutschen Sprachunterricht in Lettland“ in Hamburg dem Direktor des Emil – Krause – Gymnasiums, Herrn Jürgen Radler, vor. Der „Brücke“ war von der Hamburger Schulbehörde diese Schule empfohlen worden, um sechs Schülerinnen und einem Schüler – aus den Gymnasien Liepaja (Liebau) und Valmiera (Wolmar) – für die Zeit vom 9.-13. Juni 2008 die Möglichkeit zu geben, am Schulunterricht teilzunehmen. Die Gastschüler haben die elfte (vorletzte) Klasse beendet und bereiten sich im jetzt Herbst auf das Abitur vor.

Die ersten Kontakte zu den deutschen Gymnasien entstanden im November und Dezember 2007. Die lettischen Schulen schickten nun die Viten und die Fotos an den Förderkreis, der mit den Schulleitern korrespondierte. Danach konnten die ersten direkten Gespräche – und vor allem die Suche nach Gasteltern erfolgen.

Von welchen Schulen kamen die Gäste, und wie kam es zum Austausch? Der Förderkreis „Brücke zum Baltikum“ fördert und unterstützt bekanntlich seit sieben Jahren den Unterricht der deutschen Sprache im Baltikum.

In Lettland entwickelten sich sogenannte Prüfungsschulen, die engste Kontakte zum Bundesverwaltungsamt (über die neuesten Prüfungskriterien und die Lehrerschulung usw.) pflegen und mit den übrigen Schulen vernetzt sind. Insgesamt 15 Deutsch unterrichtende Schulen sind so miteinander organisatorisch verbunden. Außerdem sind Koordinatoren für den Unterricht in Estland und Lettland eingesetzt, die für die Kontakte zu den Schulen, die Qualität und Aktualisierung des Sprachunterrichts und die Schulung der einheimischen Deutschlehrer Sorge tragen.

Nicht nur mittels der Medien, sondern ausführlich während unserer Besuche im Baltikum sprechen wir mit den Schulleitern und mit den Koordinatoren, um Neuigkeiten auszutauschen und das Förderprogramm auf den neuesten Stand zu halten. Auf der Wunschliste für 2008 stand das Hospitieren an deutschen Schulen, und der Förderkreis hat sich nun dafür eingesetzt.

Das Programm für die Gastschüler entstand durch lebhaften Ideenaustausch und mit starker Unterstützung der genannten Schulleiter, denn in beiden Schulen , in Hamburg wie in Hannover, war man darauf bedacht, die Integration der baltischen Gastschüler so intensiv wie möglich zu gestalten. Darüber hinaus sollte auch nach der Schule bei Veranstaltungen, Besuchen von Kulturstätten, gemeinsamen Unternehmungen, u.a. die Erfahrung der Gäste mit der „Fremdsprache“ vertieft werden. Dabei wurde darauf geachtet, den jungen Leuten den notwendigen Freiraum zu belassen.

In Hannover boten außer bei der Familie des Studiendirektors, vier weitere Familien für je eine Schülerin Unterkünfte an, sowie Herbert und Sabine Antonischki – Partner des Förderkreises – für den leider einzigen männlichen Gastschüler. In Hamburg engagierten sich Ehepaar Grass, sowie Herr Dr. Zemitis – Vorsitzender des Lettischen Vereins in Deutschland – der sogar alle drei Schülerinnen aus Liebau aufnahm, sowie Ehepaar Hoffie (als Mitglied des Förderkreises) – mit der Unterkunft für zwei Schülerinnen – und ein weiteres Ehepaar, das den einzigen Gastschüler liebevoll betreute.

Die „Brücke zum Baltikum“ übernahm die Kosten der Flüge, die Fahrkosten und für die Veranstaltungen außerhalb der Schulen. Die aufnehmenden Gymnasien sorgten auch für das Mittagessen. In Hannover koordinierte Studiendirektor Bock das Projekt, in Hamburg der Autor, doch vor allem gilt ein großes Dankeschön allen Gasteltern, die sehr zum Gelingen des Projekts beitrugen und an die Freunde der „Brücke“ in Hamburg, die mit sehr viel guter Laune einen Grillabend und kleine Ausflüge gestalteten und damit das Programm locker bereicherten.

Es waren aufregende Tage in Hamburg und Hannover, vermischt mit so manchen spannenden Momenten, die alle Beteiligten gut überstanden. Dass die Gäste ohne Begleitung durch Eltern oder Lehrer nach Deutschland kamen, hat bei den Schülern – neben anderen Erfahrungen – auch das selbständige Entscheiden und Handeln gefördert.

„Die Woche in Hannover war sehr interessant. Wir haben wirklich vieles gemacht und das Beste – Deutsch gelernt.“, schrieb Kija Beke für die Gruppe aus Riga, „So viele positive Gefühle haben sie nach Hause gebracht, so viel menschliche Wärme hat die Mädchen jeden Tag in Deutschland begleitet.(..) Viele hunderte von Fotos haben wir Eltern angeschaut. Das war eine echte Landeskunde und auch ein Sprachtraining…“, hörten wir aus Liebau, aus Valmiera schrieb Schuldirektor Janis Zemlickis: „Karlis, Evija, Justine und Liene waren begeistert, dass die deutschen Schüler und Lehrer so ein großes Interesse für Lettland hatten, dass sich viele über ihre guten Deutschkenntnisse freuten. Jetzt im September werden sie das Gesehene und Erlebte auch anderen Schülern präsentieren. Liene hat auch einen Artikel für die örtliche Zeitung geschrieben…“ Soweit Zitate aus den Dankesschreiben der Schulen. Zuletzt aus einem Brief, der uns nach einem Dankeschön an die Gasteltern erreichte.: „Brücken in andere Länder und Kulturkreise können nur entstehen, wenn gerade junge Menschen reisen, andere Länder und Sprachen kennenlernen, einander besuchen und Freundschaften schließen. Hierzu trugen wir gerne unseren Teil bei….“ . Die Tellkampfschule bot inzwischen dem Agenskalns- Gymnasium an, sich an der Europawoche (vor Ostern 2009) in Hannover zu beteiligen.

Die Gastschüler haben Adressen ausgetauscht und wünschen sich nachhaltige Kontakte mit hiesigen Schülern. Schließlich denken einige schon jetzt – in der elften Klasse – daran, nach dem Abitur in Deutschland zu studieren.

Wolf – G. Ansohn, Vors. „Brücke zum Baltikum

Schülerbesuch 2006

Mit vierzehn lettischen Schülerinnen und Schülern vom 17. – 25.Oktober 2006 auf einer Bildungs- und Informationsreise durch vier Bundesländer – ein besonderes Erlebnis

Der Förderkreis „Brücke zum Baltikum“ besteht nun bereits fünf Jahre, und der Vorstand freute sich, im Jubiläumsjahr – ganz im Sinne der Zielsetzung des Förderkreises – diese Reise zu organisieren und (mit seiner Ehefrau) zu begleiten. Die überwiegende Anzahl der Abiturienten in Lettland, die ein Deutsches Sprachdiplom anstreben, fühlt sich nicht ausreichend informiert über die Bedingungen und Möglichkeiten eines Studiums in Deutschland. Den „Studenten von Morgen“ sollte daher neben den fachlichen Informationen auch die Möglichkeit gesellschaftlicher Kontakte im Falle eines Studiums in Deutschland vorgestellt werden.

Das pädagogische Ziel des Besuchs war es – neben der Vertiefung der Sprachkenntnisse – die Menschen, das Land und die Studienmöglichkeiten an einigen deutschen Universitäten kennenzulernen. Die Schulleiter, Frau Sandra Sile (Agenskalns-Gymnasium) und Herr Maris Brasla (1.Staatsgymnasium), begleiteten die sechs Schülerinnen und acht Schüler, von denen die meisten vor dem Abitur stehen.

Dank der Mitarbeit engagierter Mitglieder erfreut sich der Förderkreis zunehmender Beliebtheit und Anerkennung, sodass heute außer in Hamburg und Kiel uns Mitglieder und Ansprechpartner in Düsseldorf, Erlangen, Gießen, Hannover, Karlsruhe und Würzburg unterstützen. So entstand die Idee, die Informationsreise der Schülerinnen und Schüler im Jahre 2006 durch vier Bundesländer zu führen.

Die Namen und Studienwünsche der Schülerinnen und Schüler waren bekannt, so konnten die entsprechenden Referenten an den jeweiligen Universitäten im Voraus angesprochen werden. Während die Eltern die Flugreise und die Kosten für das tägliche Mittagessen übernahmen, steuerte die „Brücke“ die Kosten für die Zugreisen, die Übernachtung sowie die Transporte zu den Unterkünften bei.

Für den Ankunftstag in Berlin hatte Herr Gerhard Daniell ein informatives Programm vorbereitet, das am Vormittag die Studienberatung durch das Zulassungsbüro für ausländische Studierende der Humboldt-Universität beinhaltete. Am Nachmittag empfing uns in der Botschaft der Republik Lettland die Kulturbeauftragte Frau Dace Veidmane. Eine Dampferfahrt entlang den Regierungsgebäuden und der Museumsinsel schloss das Berlin – Programm ab.

Am nächsten Tag erwartete Herr Dr. Eberhard Thomas in Gießen die Gruppe mit einem ausgefeilten Viertageprogramm. Kernpunkte waren die Einführungen und Beratungen an der Justus – Liebig – Universität und an der Fachhochschule. Weitere geistige Anregungen boten eine Stadtbesichtigung und der Besuch des Justus-Liebig-Museums und des Mathematikums. Ein (lukullischer) „Baltischer Abend“ auf dem Corpshaus der Normannia bildete den Abschluss, auf dem nach einem kurzen Vortrag des Vorstands über die Aufgaben des Förderkreises, man gespannt darauf war, von der Schulleiterin Frau Sile einen Bericht über den Deutschunterricht in Lettland zu hören. Wie man erfuhr, hat sich die Anzahl der Deutsch unterrichtenden lettischen Lehrkräfte mittlerweile auf über achtzig erhöht (in vierzehn ausgewählten Schulen), sechs deutsche Lehrkräfte sind zusätzlich im Einsatz, um den Unterricht für das gehobene Sprach-Programm zu unterstützen. Im gesamten Land zählt man rund 52000 „Deutschlerner“ davon 6500 in Schulen, in denen DSD-Prüfungen abgenommen werden. Die Anzahl der jährlichen Absolventen für das Deutsche Sprachdiplom (DSD) erhöhte sich von 2003 bis 2006 um 25 Prozent auf 107 – mit steigender Tendenz. Die Qualität des Unterrichts wird über die Fortbildung im Land sowie in Deutschland gefördert. Die organisatorische und pädagogische Betreuung der Schulen in den Republiken Estland und Lettland liegt – unter der Leitung von Herrn Ernst J. Barthelmeh – bei der Zentralstelle des Auslandsschulwesen des Bundesverwaltungsamtes mit Sitz in Tallinn. Das Agenskalns-Gymnasium ist zentrales DSD – Prüfungszentrum in Lettland. Die Schüler bedankten sich für die schöne Zeit in Gießen mit einigen lustig – launigen Liedern aus dem reichen lettischen Volksliederschatz.

Für Göttingen blieb der Reisegruppe nur ein Wochenende, doch das war prall angefüllt mit Studieninformationen in der Zentralen Studienberatung, einer Führung durch den Campus mit Uni-Bibliothek, einem Hörsaal und der Mensa. Natürlich besichtigten wir den inzwischen renovierten Karzer und die historische Aula. Bereits am Sonntag brachte uns die kundige Führung von Herrn Andreas Konietschke nicht nur die Geschichte Göttingens, sondern auch die historischen Persönlichkeiten und Besonderheiten der Stadt näher. Mit einem fröhlichen Begegnungs-Abend auf dem prächtigen Corpshaus der Brunsviga im Beisein örtlicher Honoratioren bot sich für die Lehrer die Möglichkeit, Kontakte zu knüpfen, und auch an diesem Abend wurden die Arbeit der „Brücke“ und der Deutschunterricht in Lettland vorgestellt.

Montag und Dienstag waren für den Aufenthalt in Halle(Saale) vorgesehen. Alle Schüler nahmen dort an fachlich unterschiedlichen Vorlesungen teil (wie Medizin und Physik) und konnten so ihre sprachlichen Aufnahmefähigkeiten prüfen. Das empfand man als sehr anregend und informativ. Zu Ehren der Gäste hatte Herr Andrei Popovici einen kulinarisch als „transsilvanisch“ bezeichneten Abend beim Corps Palaiomarchia vorbereitet. Bei Kerzenlicht und dezenter Musik entwickelte sich ein sehr fröhlicher Abend, bei dem neben den üblichen Informationen viele anregende Gespräche geführt wurden. Die Schüler bedankten sich herzlich, sangen lettische Lieder und sogar ein deutsches Volkslied („Das Heideröschen“). Die letzte Station war wieder Berlin, wo wir uns von den Lehrern und Schülern, die einen sehr guten Eindruck hinterlassen haben, verabschiedeten und sogar noch die Reichstagskuppel besichtigen konnten.

Die Begegnung mit den Schülern hat auch den Organisatoren an den Universitätsstandorten viel Freude bereitet, und die entstandenen Kontakte zeigen, dass die Reise ein voller Erfolg war. Die Direktoren schrieben uns dankend aus Riga am 3.Nov.06: „Unsere Schüler und Schülerinnen haben im Laufe von 9 Tagen ausführliche Informationen über die Studienmöglichkeiten in Deutschland bekommen sowie die Möglichkeit gehabt, Ihr Land und Leute näher kennen zu lernen. Während der Reise haben die Schüler und Schülerinnen ihre Deutschkenntnisse verbessert und erweitert. Die Motivation, Deutsch zu lernen, ist wesentlich gestiegen.“ Die Schüler haben sogar einen Artikel für die Zeitung „Latvijas Avize“ verfasst.

Grömitz, am 15.November 2006

Wolf-G.Ansohn, Vors. Förderkreis „Brücke zum Baltikum“ e.V.

Es folgen einige Fotos (und Namen) von der Reise:

Schnupperbesuche von lettischen Abiturienten an deutschen Universitäten

Die „Brücke zum Baltikum“ hat – wie in ihren „Aufgaben“ beschrieben – Abiturienten des Agenskalns-Gymnasiums in Riga zu Schnupperbesuchen bei deutschen Universitäten eingeladen.

Dimitrij Pzics in Kiel
Dimitrij Pzics in Kiel

Vom 3. bis 9. April 2005 besuchte Herr Dimitrij Pzics die Uni Kiel, um sich mit den Möglichkeiten für ein Studium „Internationales Recht“ zu informieren. Tatsächlich reichen aufgrund der guten Ausbildung des Gymnasiums seine Deutschkenntnisse für das Studium aus.

Er schickte uns folgenden Erlebnisbericht zu:

„Am 3.04.2005 sind meine Mutter und ich nach Hamburg geflogen. Trotz der einstündigen Verspätung, die unser Flieger hatte, wurden wir sehr herzlich vom Herrn Ansohn und von seiner Frau am Flughafen empfangen. Ich durfte auf einem Corpshaus in Kiel wohnen, da habe ich viele Corpsmitglieder kennen gelernt und auch bekannte Leute wieder getroffen, denn 2003 war ich mit einer Gruppe von zehn Leuten aus dem Gymnasium Agenskalns, wo ich selber lerne, zu Besuch gewesen. Während des diesjährigen Aufenthaltes haben wir viel über Kiel erfahren. Die Stadt hat uns sehr gefallen, denn sie ist sehr ruhig und existiert, trotz der Moderne, in Harmonie und Einklang mit der Natur.

Doch das Wichtigste ist, dass ich mich mit der Uni Kiel vertraut gemacht habe. Ich war mit Herrn Daniel in einem Seminar und habe sogar bei drei Vorlesungen mitgemacht. Es war sehr interessant, denn in Lettland verlaufen die Vorlesungen anders. Es wird nämlich nicht so viel Information gegeben und die Vorlesungen sind nicht so locker und es gibt auch nicht so viel Humor. Die Universität ist unheimlich groß im Vergleich zu unseren Unis, sie erscheint mir wie eine kleine Stadt- so große Universitäten habe ich noch nie gesehen. Die Lektoren, deren Vorlesungen ich besucht habe, scheinen mir sehr professionell zu sein.

Diese Reise hat 6 Tage gedauert, in denen ich sehr viel über Deutschland und vor allem über die Studenten und die Studienmöglichkeiten in Deutschland erfahren habe.

Ich möchte mich bei der Organisation „Brücke zum Baltikum“ und besonders bei den Herren Wolf-G. Ansohn und Gerhard Daniel, für diesen Aufenthalt bedanken, denn diese Zeit war einfach klasse. Auch die Atmosphäre war sehr freundlich und wir wurden sehr nett behandelt.

Vielen, vielen Dank!!!“

Von den Herren Mikus Kisis und Davis Krastins erhielten wir aus dem gleichen Gymnasium ebenfalls eine schriftliche Anfrage. Da beide das Bauingenieurwesen studieren möchten, und wir entsprechende Kontakte haben, sandte Wolf-G. Ansohn am 17.05.05 an sie folgende Antwort:

„Sehr geehrte Herren, ich schlage vor, dass Sie einige Tage nach Darmstadt kommen sollten, um die Gelegenheiten an der Uni, Land und Leute, die Sie später evtl. aufnehmen sollen, kennenzulernen. So können Sie sich in Ruhe über die – im Ranking der Universitäten als „gut “ benotete Universität – informieren.

Der Flug geht nach Frankfurt, von dort werden Sie abgeholt, der Aufenthalt ist kostenlos. Bitte teilen Sie mir umgehend mit, ob Sie dort ein verlängertes Schnupperwochenende durchführen möchten.“

Der Bericht über den Aufenthalt der beiden Gymnasiasten vom 9. bis 13. Juni 2005 ist recht kurz, aber dafür schickten Sie drei Fotos nach den Tagen in Darmstadt.

Die „Brücke zum Baltikum“ erhielt von dem örtlichen Betreuer im Anschluss an den Aufenthalt folgende Erklärung:

„Wir haben uns sehr über den Besuch von Mikus Kisis und Davis Krastins gefreut und sie die vier Tage bei uns nach besten Möglichkeiten betreut. Wir werden den Kontakt aufrecht erhalten und sind zuversichtlich, die beiden bei uns im Herbst zum Studienbeginn in unserem Corps begrüßen zu dürfen“.

Von den beiden angehenden Studenten erfuhren wir durch Mikus Kisis:

„Die Zeit in Darmstadt war sehr gut, wir haben uns gut erholt, wie auch alles notwendige erfahren. Jetzt denken wir noch ganz viel darüber, ob wird da wirklich studieren werden, aber wir beide sind sehr davon überzeugt, dass wir es schon machen werden. Ich möchte mich ganz herzlich für Ihre Hilfe bedanken, weil ohne die hätten wir keine Chance, das alles zu erleben und zu erfahren. Meine Schuldirektorin ist auch sehr froh, dass alles so gut geklappt hat.“